Unterwegs in Südtirol

Obwohl ich schon oft in Südtirol und den Dolomiten unterwegs war, zieht es mich einfach immer wieder dorthin. Für Fotografen bieten die Dolomiten eine Abwechslung von einfach zu erreichenden Fotospots mit großem Parkplatz und Touristenandrang bis hin zu kleinen versteckten Spots, für die man einige Stunden Fußmarsch in Kauf nehmen muss, man dafür aber tolle Fotos bekommt die nicht in jedem Dolomitenkalender zu finden sind.

Genau diese Abwechslung stand auch auf unserem Plan, als Thomas und ich uns auf den Weg Richtung Süden machten. Mit dabei hatten wir zwei Sigma Objektive von mietdasding - dein Objektivverleih. Das 20mm f1.4 für die weiten Landschaften und das 100-400mm für die Detailaufnahmen der schroffen Berggipfel.

 

Am Abend unserer Anreise stand der Karersee auf dem Programm. Ein Klassiker unter den Fotospots in den Dolomiten. Bequem vom Parkplatz erreichbar zieht er etliche Fotografen an und somit waren wir zum Sonnenuntergang auch nicht alleine dort. Ich hatte die Befürchtung, dass das 20mm Objektiv nicht weitwinklig genug sind um die ganze Schönheit des Sees mit der Spiegelung der Latemargruppe einzufangen. Doch meine Ängste waren unbegründet und die 20mm erwiesen sich als ideale Brennweite. Als die Spitzen der Latemartürme dann im letzten Abendlicht zu glühen begannen, war es Zeit auf das Teleobjektiv zu wechseln um die Details der Bergspitzen abzulichten.

Nach einer kurzen Nacht in Bozen machten wir uns am nächsten Morgen auf zur Seiser Alm. Bis nach Kompatsch ist vor 9 Uhr die Anfahrt mit dem Auto möglich, danach geht es für 45 Minuten zu Fuß ins Zentrum des Hochplateaus. Unser Zielfoto war die typischen Hütten der Seiser Alm vor der imposanten Bergkulisse mit Lang- und Plattkofel abzulichten. Leider waren die Lichtbedingungen nicht optimal, aber als der Himmel durch die aufgehende Sonne zu leuchten begann, liefen die Speicherkarten heiß. Für einen schönen, soften Vordergrund, war die offene Blende des 20mm Objektives optimal.

 

Unser nächstes Ziel waren die Vajolettürme im Rosengarten. Wir hatten uns für eine Nacht in der Gartlhütte einquartiert um sowohl Sonnenuntergang als auch Sonnenaufgang zu fotografieren. Doch zuerst mussten wir die zwei Stunden Fußmarsch durch steiles, felsiges Gelände hinter uns bringen. Als wir an der Gartlhütte ankamen waren die Türm in dicke Wolken verhüllt und pünktlich zum Sonnenuntergang begann es zu regnen. Der einsetzender Regen war sowohl Segen als auch Fluch. Den Sonnenuntergang konnten wir uns abschminken. Doch durch den Regen füllte sich ein kleiner Tümpel vor der Hütte und so konnten wir zur blauen Stunde noch ein stimmungsvolles Foto der Gartlhütte und den Vajolettürmen mit Spiegelung im Wasser machen. Dank der offenen Blende des Weitwinkelobjektives konnte ich diese Aufnahme sogar freihändig ohne Stativ fotografieren. Der Sonnenaufgang war ebenfalls wieder von Regen und Wolken geprägt. Die Wettervorhersage versprach für die nächsten Tage weiterhin starken Regen und Gewitter. Aufgrund der anhalten schlechten Wetterprognose haben wir uns dann entschlossen den Fototrip vorzeitig zu beenden. Nichtsdestotrotz hatten wir eine großartige Zeit in den Dolomiten und werden sicherlich wieder dorthin zurückkehren.

 

Fabian Künzel


"Danke Tomi und Fabian für die tollen Fotos und euren Blog. Sehr beeindruckende Fotos, die ihr mit unseren Sigma-Objektiven mit nach Österreich gebracht habt."